Kürzlich hat auf dem Truppenübungsplatz in der Übungsstadt Schnöggersburg die bislang größte Katastrophenschutzübung des Landkreises Börde stattgefunden. Mehr als 600 Einsatzkräfte nahmen daran teil. So waren auch die Feuerwehren aus Klein Wanzleben, Wanzleben, Hohendodeleben und Klein Rodensleben Teil dieser groß angelegten Übung, bei der in einem realistisch nachgestellten Szenario das Zusammenspiel zahlreicher Organisationen trainiert wurde.
Mit einem Gerätewagen war aber auch der DRK-Kreisverband Wanzleben vor Ort und übernahm eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung. „Die Helferinnen und Helfer bauten einen Behandlungsplatz auf und betrieben ihn über mehrere Stunden, koordinierten und führten Patiententransport durch und stellten zusätzlich eine Arztgruppe“, erklärt Mathias Deichsel, der Leiter des DRK-Fahr- und Rettungsdienstes. Unmittelbar waren sie zudem an der Versorgung der nachgestellten Verletzten beteiligt. „Für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus Wanzleben bedeutete die Übung nicht nur intensive praktische Arbeit unter Zeitdruck, sondern auch wertvolle Einblicke in die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutzstab und weiteren beteiligten Kräften“, betont Deichsel.
Viele Abläufe, die im Alltag eher im Hintergrund stattfänden, seien unter realitätsnahen Bedingungen trainiert und weiter verbessert worden. Ein besonderer Höhepunkt für das Wanzleber DRK sei aber die Übergabe des neuen Anhängers zum Transport der Rettungshunde gewesen. Denn im Anschluss an die Übung übergab Innenministerin Tamara Zieschang gemeinsam mit dem Landkreis-Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen, Jens Sips, sowie Landrat Martin Stichnot den Anhänger an die Rettungshundestaffen Wanzleben und stellte ihn somit offizell in den Dienst. „Damit steht der Staffel nun ein modernes Transportmittel zur Verfügung, das die Einsatzfähigkeit der Rettungshunde im Katastrophenschutz weiter stärkt“, sagt Deichsel.
Volsstimme, 20.07.2026 (Kristina Reiher)
