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„Defis“ gehen ins ganze Land

Ein Mann steht vor einem offenen Kuhstall mit Kühen und hällt einen Defibrillator

Der DRK-Kreisverband Wanzleben ist in Sachsen-Anhalt unterwegs. Dabei geht es um den Aufbau und den Service für die lebensrettenden Defibrillatoren.

Die Mitarbeiter aus Wanzleben sind natürlich auch in der Region – wie in Oschersleben und Gröningen – unterwegs. Hier setzen viele Firmen und Institutionen auf das Fachwissen und die kurzen Wege. So sind in der Bodestadt der Trink- und Abwasserverband Börde und das Amtsgericht Partner des DRK-Kreisverbands Wanzleben. Aber auch beim Milchhof Helming in Gröningen findet sich ein lebensrettendes Gerät. Im benachbarten Kroppenstedt ist es direkt in der DRK-Begegnungsstätte stationiert. Darüber hinaus setzt das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) in Halberstadt auf die Unterstützung aus der Börde. Aber auch in Stendal, Dessau oder gar Halle sind die Spezialisten unterwegs, wenn es um Defibrillatoren geht.

Mit der Übergabe eines weiteren sogenannten „Laiendefibrillators“ an die Wobau Haldensleben setzt das DRK im Rahmen seiner „Herzkasperkampagne“ ein weiteres Zeichen für mehr Herzsicherheit in Sachsen-Anhalt.

Der neue Defibrillator ist bereits das 56. Gerät, das im Rahmen der Kampagne vermittelt und betreut wird. Der Defibrillator befindet sich ab sofort in den Räumlichkeiten der Wobau im Haldensleber Bahnhofsgebäude.

„Damit steht das lebensrettende Gerät nicht nur den Mitarbeitern im Rahmen der Arbeitssicherheit zur Verfügung, sondern kann im Notfall auch für die zahlreichen Menschen von Bedeutung sein, die täglich das Bahnhofsgebäude passieren“, sagt Juana Nebauer, Assistentin Abteilungsleitung Soziales beim DRK in Wanzleben.

Für die Wobau sei die Aktion ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit und zur Verantwortung gegenüber der Bevölkerung. Die künftige Geräteverantwortliche Nicole Heinrich betont bei der Übergabe ausdrücklich, dass das Unternehmen mit dem Defibrillator nicht nur die eigenen Mitarbeiter vorsorgen wolle. Dabei ist der neue Standort nicht nur mit einem Defibrillator für Erwachsene ausgestattet. Das Gerät verfügt zusätzlich über Kinderelektroden und ist damit auch für einen möglichen Notfall bei Kindern vorbereitet. „Gerade an einem öffentlich zugänglichen Ort wie einem Bahnhof, an dem täglich Menschen unterschiedlichen Alters zusammenkommen, ist diese Ausstattung ein wichtiger Bestandteil der umfassenden Vorsorge“, so Juana Nebauer. Im Rahmen der Übergabe erfolgte auch die Einweisung in die Anwendung des Defibrillators. „Dabei wurden bewusst nicht nur die ausgebildeten Ersthelfer geschult, sondern alle Mitarbeiter“, so die DRK-Mitarbeiterin. „Denn moderne Laiendefibrillatoren sind so konzipiert, dass sie auch von Menschen ohne medizinische Ausbildung sicher eingesetzt werden können.“

Das Gerät führt die Helfenden mit klaren Sprachanweisungen durch die einzelnen Schritte und gibt damit Sicherheit in einer Situation, in der jede Sekunde zählt. Entscheidend ist nicht, medizinischer Profi zu sein. Doch ein Defibrillator kann nur dann Leben retten, wenn er im Ernstfall auch tatsächlich einsatzbereit ist. Genau hier setzt das besondere Konzept der „Herzkasperkampagne“ des DRK-Wanzleben an.

Dabei geht es für die Betriebe, öffentliche Einrichtungen, Vereine und andere Institutionen um ein umfassendes Rundumsorglos-Paket. „Dieses beginnt bereits bei der Beratung und wir unterstützen bei der Auswahl eines geeigneten Standortes und übernehmen die Erstinbetriebnahme entsprechen den Vorgaben“, beschreibt Juana Nebauer.

Die Betreuung endet jedoch nicht mit der Übergabe des Gerätes. Das DRK Wanzleben übernimmt die jährliche Kontrolle und Wartung der Geräte, überwacht Verfalls- und Austauschfristen und sorgt bei Bedarf für die Lieferung und Installation von Ersatz- und Verbrauchsmaterialien, beispielsweise Elektroden und Batterien.

Volksstimme, 22.09.2026 (Christian Besecke)