Spendenbereitschaft hat dafür gesorgt, dass auch die mittlerweile fünfte Wunschbaumaktion zu einem vollen Erfolg geworden ist. Die Präsente sind im Sozialen Zentrum „Alter Bahnhof“ in Wanzleben übergeben worden. Insgesamt kamen 84 Pakete zusammen, von denen auch zehn in das Kinderhaus „Rübeland“ in Seehausen gelangt sind.
Der Kreisverband Wanzleben hat die traditionelle Kinderweihnachtsfeier schon absolviert. Bei der Veranstaltung werden die Präsente an die jeweiligen Kinder übergeben, zudem sind auch Geschenke an die Tagesgruppe der Diakonie in Wanzleben gegangen. Insgesamt hat die Aktion also wieder große Freude ausgelöst. „Wir hatten in diesem Jahr wieder eine Steigerung bei den Empfängern“, sagt Barbara Schürmann, die Leiterin des Sozialen Zentrums. Auf der einen Seite sei es schön, die nicht nachlassende Hilfsbereitschaft der Bürger und Firmenvertreter zu bemerken. Aber auf der anderen Seite sei es schlimm, dass in einem hoch entwickelten Industrieland so etwas nötig ist.
Damit spielte sie auf den 15. Geburtstag des Sozialen Zentrums des DRK-Kreisverbandes an. Dieses hat sich zu einem echten Treffpunkt für bedürftige und sozial benachteiligte Menschen in der Region entwickelt. Dazu gehört natürlich auch die Tafel, die es sogar schon zwei Jahre länger in der Sarrestadt gibt. Dem Sozialen Zentrum „Alter Bahnhof“ überreichte die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, Grit Matz (CDU), begleitet von einer entsprechenden Delegation der Verwaltung die 74 liebevoll verpackten Geschenke, die Freude in bedürftigen Familien verbreitet haben. Auch im Kinderhaus „Rübeland“ werden die Geschenke bei einer Weihnachtsfeier den Kindern übergeben.
Die Anonymität der Familien und Kinder blieb bei der Aktion gewahrt, da die Spender nur den Namen des Kindes auf den Weihnachtssternen zu sehen bekamen – und natürlich den jeweiligen Wunsch. Letztendliche wussten aber die sozialen Partner, wohin welches Präsent zu vergeben war.
Bereits beim Start der Aktion wurden die Wünsche zügig vom Baum, der wie gewohnt vor dem Einwohnermeldeamt stand – gepflückt, weshalb der Gabentisch in der Verwaltung rasch anwuchs. Unter dem Motto „Helfen vor der Haustür – Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern“ war die Aktion demnach auch in diesem Jahr ein voller Erfolg.
„Es macht mich unglaublich stolz, wie engagiert und sozial unsere Bürger sind“, betont die Bürgermeisterin. „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ihre tatkräftige Unterstützung und ihr soziales Engagement.“
Das komplette Soziale Zentrum in Wanzleben hat von Heiligabend an bis zum 7. Januar geschlossen. Am Donnerstag, 8. Januar, gibt es die erste Tafelausgabe im neuen Jahr. Barbara Schürmann hat aber noch ein Anliegen. „Die Zahl der Bedürftigen ist nach wie vor hoch“, sagt sie. Gerade Rentner gehen oft den Weg zur Tafel. „Da muss sich auch niemand für schämen“, betont sie.
Viele hätten ein Leben lang gearbeitet und müssten nun mit einer kärglichen Rente auskommen. „Wir bieten unsere Hilfe bei der Bearbeitung der Unterlagen für das Wohngeld an“, erklärt die Leiterin. Diese Hilfe werde im Sozialen Zentrum angeboten. „Zudem haben wir eine Regelung, dass Rentner, die mit 800 Euro im Monat auskommen müssen, auch so zur Tafel kommen können“, sagt sie weiter.
Volksstimme 23.12.2025 (Christian Besecke)
