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Mit Herz und Überzeugung

Eine Frau lehnt an einer Autotür. Eine andere Frau sitzt am steuer eines DRK Fahrzeugs

Die Sozialstationen des DRK-Kreisverbands versorgen mittlerweile 700 Menschen in der Region. Über die ambulante Tagespflege sind die Mitarbeiter überall da vor Ort, wo sie gebraucht werden.

Die Stationen gibt es inzwischen 35 Jahre und hier sind gut 60 Fachkräfte tätig. Wie sieht ihre Arbeit aus und was motiviert sie? 

Was im Mai 1991 mit weniger als zehn Patienten, zwei PKW, einigen Mopeds und mehreren Fahrrädern begann, hat sich in zu einer der wichtigsten Säulen der ambulanten Pflege im Bördekreis entwickelt. Die Mitarbeiter versorgen inzwischen etwa 700 Patienten im gesamten Einzugsgebiet. Auch der Fuhrpark ist mit der Zeit gewachsen: Es gibt 40 moderne Einsatzfahrzeuge. Lediglich ein Fahrrad erinnert noch an die Anfänge der mobilen Pflege.

Der DRK-Kreisverband hat sein Angebot kontinuierlich erweitert. Mit der Eröffnung der Tagespflege in Eilsleben (2013) und Osterweddingen (2019) wurde das Leistungsspektrum neben der Station in Wanzleben um weitere Bausteine ergänzt. An beiden Standorten werden montags bis freitags jeweils bis zu 15 Tagespflegegäste betreut. „Die Einrichtungen bieten abwechslungsreiche Beschäftigungsangebote, fördern soziale Kontakte und entlasten gleichzeitig pflegende Angehörige“, erklärt Kristin Scharkowski, die Abteilungsleiterin Pflege im DRK-Kreisverband. 

Ein weiterer Meilenstein ist auch schon geplant: Noch im Herbst dieses Jahres soll in Eilsleben das „Ambulante Quartiershaus“ eröffnet werden. „Mit diesem Projekt sollen Pflege, Betreuung und wohnortnahe Unterstützung noch stärker miteinander verknüpft und zukunftsfähig gestaltet werden“, so die Abteilungsleiterin. In Eilsleben sind die Mitarbeiter auch schon ganz gespannt auf das Ereignis. Pflegedienstleiterin ist hier Carolin Klose, und das schon seit dem Jahr 2014. Zuvor hat sie seit 2007 als Pflegefachkraft gearbeitet. Sie hat noch eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin in einer Psychiatrie absolviert. Danach kam sie nach Eilsleben zum DRK und arbeitet seither dort. „Die ambulante Pflege hat mich einfach mehr gereizt, als eine Station und die eigentlich immer gleichen Abläufe“, sagt sie. Die Berufswahl hat sie letztendlich nicht bereut. Die Mobilität, die Besuche bei den Patienten, das alles sei ein interessantes und herausforderndes Arbeiten. „Ich mache meine Arbeit aus Überzeugung“, sagt sie. „Außerdem haben wir hier tolle Mitarbeiter“. Einige von ihnen kennt sie zudem von Anfang an.

Dazu zählt auf jeden Fall Marion Stach. Die Wormsdorferin hat eigentlich einmal als Schneiderin gearbeitet und kam dann über ein Praktikum zum DRK. „Das war auch gar nicht zu vermeiden“, sagt sie. „In Wormsdorf wird der Kontakt zum DRK praktisch schon mit der Muttermilch weitergegeben“. So arbeitete sie in ihrem Heimatort und leitete zwei Jahre die Begegnungsstätte. Später war sie im Pflegeheim in Klein Wanzleben tätig und absolvierte 2004 die Ausbildung zur Fachkraft. „Da habe ich dann auch die stationäre Arbeit kennen gelernt“, erzählt sie. „Mir gefällt dieser Teil genauso gut wie die ambulante Betreuung“. Wichtig sei ihr letztendlich nur, dass sie mit Menschen arbeiten kann. Das tut sie seit 2007 in Eilsleben.

Jana Hilbich ist seit 2014 als Pflegehilfskraft hier tätig. Die gelernte Raumausstatterin hat so einige Arbeitsstationen absolviert, bevor sie zum DRK kam. „Ich bin durch die Empfehlung von Bekannten zur Pflege gekommen“, erinnert sie sich. „Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass mir die Arbeit so viel Freude macht“. Inzwischen ist sie mit Leib und Seele bei der Sache.

Und Arbeit gibt es in der Sozialstation in Eilsleben genug. Neben den Pflegeverträgen in der Region kümmern sich die Mitarbeiter der ambulanten Pflege hier u eine Wohngemeinschaft, die Begegnungsstätte und das betreute Wohnen mit 12 Wohneinheiten.

Volksstimme, 12./ 13.09.2026 (Christian Besecke)