·

Quartier in Eilsleben eröffnet

Drei Männer stehen vor einem Hauseingang und halten einen symbolischen Schlüssel aus Metall

Eine Rekordsumme, ein reibungsloser Bauverlauf und ein zukunftsfähiges Konzept: DRK-Kreisverband Wanzleben feiert Schlüsselübergabe für sein Ambulantes Quartierhaus.

Rund eineinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich hat der DRK-Kreisverband Wanzleben sein Ambulantes Quartiershaus in Eilsleben eröffnet. „Ein Meilenstein für uns, die Gemeinde und die Menschen der Region“, schätzt DRK-Geschäftsführer Guido Fellgiebel die Bedeutung der Einrichtung ein, die zusammen mit dem benachbarten Rot-Kreuz-Zentrum „Obere Aller“ einen durchaus stattlichen Komplex im Herzen Eilsleben bildet.

Mit der feierlichen Schlüsselübergabe wurde das Objekt an der Friedrichstraße offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mehr als 250 interessierte Gäste, Fördermittelgeber, Unterstützer sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft nutzten die Gelegenheit, das neue Gebäude kennenzulernen und sich über seine künftige Angebotsvielfalt zu informieren.

Mit einer Investitionssumme von rund sieben Millionen Euro sei das Quartiershaus nach eigenen Angaben das – rein finanziell betrachtet – bislang größte Bauvorhaben in der Geschichte des DRK-Kreisverbands Wanzleben. DRK-Abteilungsleiterin Carolin Sauer: „Das Projekt gilt als Modellvorhaben für den ländlichen Raum und soll die soziale Infrastruktur der Gemeinde nachhaltig bereichern. Im Mittelpunkt stehen selbstbestimmtes Wohnen mit bedarfsgerechter Unterstützung sowie die Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen.“ Demnach vereine die Einrichtung unterschiedliche Wohn-, Therapie- und Begegnungsangebote unter einem Dach: eine ambulant betreute Seniorenwohngemeinschaft mit zwölf Wohnplätzen, acht barrierefreie und ebenfalls ambulant betreute Wohnungen sowie dem Außengelände der öffentliche Generationspark mit allerlei Spiel- und Sportgeräten. Ab Dezember werde der Versorgungsrahmen laut DRK um eine Fußpflege im Erdgeschoss erweitert. Darüber hinaus sind hier Räumlichkeiten für eine Physiotherapie vorgehalten und besteht dahingehend bereits eine Vereinbarung mit dem gemeinnützigen Therapeuten Netzwerk „Nestwärme“. „Wann genau die Physiotherapie startet, ist allerdings noch offen“, erklärt Carolin sauer. „Vorgesehen ist außerdem noch eine Ergotherapie – da sind wir noch auf der Suche.“

Den Generationenpark bezeichnet Sauer als „besonderen Bestandteil des Gesamtkonzepts." Als barrierefreie Begegnungs- und Bewegungsanlage stehe er allen Menschen offen: „Hier sollen Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen zusammenkommen, sich bewegen und Zeit miteinander verbringen können." 

In seiner Eröffnungsansprache brachte Guido Fellgiebel die Wünsche des DRK für die Zukunft des Hauses zum Ausdruck: „So viel Leben wie möglich - so viel Pflege wie nötig." Das Konzept setze auf „wohnortnahe, quartiersbezogene Unterstützung und die Möglichkeit, trotz eines unterschiedlichen Hilfebedarfs möglichst selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen." 

Die Realisierung eines Bauvorhabens dieser Größenordnung wäre ohne finanzielle Unterstützung und engagierte Partner nicht möglich gewesen, betonte Fellgiebel. So habe man als wesentlichen finanziellen Baustein Fördermittel der Deutschen Fernsehlotterie und aus dem Leader-Programm der EU akquirieren können. 

„Für ein herzliches Rahmenprogramm zur Eröffnung sorgten - wie auch schon bei den Bauetappen zu vor - die Kinder der Eilsleber Kita „Arche Noah“. Bei Kaffee und Kuchen sowie frisch Gegrilltem bot sich den Gästen neben der Hausbesichtigung Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und sich über die Zukunft des neuen Quartiersstandortes auszutauschen.

Volksstimme, 24.10.2026 (Ronny Schoof)