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Zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Baustelle in Eilsleben

Interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen an einer Führung durch das ambulante Quartiershaus teil und erhielten dabei Einblicke in die verschiedenen Etagen. Während des Rundgangs wurden die unterschiedlichen Bereiche vorgestellt und erklärt, wie die Räumlichkeiten künftig genutzt werden sollen.

Einblick hinter die Kulissen beim Ambulanten Quartiershaus

Auf reges Interesse stieß der Tag der offenen Baustelle, zu dem der DRK-Kreisverband Wanzleben am vergangenen Freitag eingeladen hatte. Über 200 Gäste nutzten zwischen 12 und 16 Uhr die Gelegenheit, sich in der Friedrichstraße 2 in Eilsleben einen ersten Eindruck vom entstehenden Ambulanten Quartierhaus zu verschaffen.

In direkter Nachbarschaft des Rot-Kreuz-Zentrums „Obere Aller“ wächst derzeit ein modernes Gebäude heran, das Wohnen und Pflege auf neue Weise miteinander verbinden soll. Der Bau ist bereits weit fortgeschritten. Geführte Rundgänge durch die einzelnen Etagen, geleitet von Geschäftsführer Guido Fellgiebel vom DRK-Kreisverband Wanzleben sowie Martin Tunsch, Geschäftsführer der Firma Synergis, vermittelten den Besuchenden einen anschaulichen Eindruck davon, wie das zukünftige Quartierhaus gestaltet sein wird. Sie standen vor Ort für Fragen zur Verfügung und erläuterten das Konzept einer Versorgungsform, die gezielt auf die Herausforderungen des demografischen Wandels reagiert.

Mit dem Neubau ergänzt der Kreisverband seine bereits am Standort bestehenden Angebote, wie der ambulanten Pflege, der Tagespflege, der Begegnungsstätte, des Menüservices, des barrierefreien Wohnens sowie der Wohngemeinschaft. Das Quartierhaus soll Wohnen, Dienstleistungen und generationsübergreifende Angebote miteinander vernetzen.

Das Konzept stieß bei den Gästen auf großes Interesse. Vorgestellt wurden unter anderem die geplanten Funktionsbereiche: Im Erdgeschoss entstehen Angebote für Familien im Rahmen eines Familienzentrums sowie Dienstleistungen wie Fußpflege und Physiotherapie, letztere in Kooperation mit dem Verein Nestwärme. Im ersten Obergeschoss wird eine Wohngemeinschaft mit zwölf Wohnungen für Senioren und Menschen mit Einschränkungen eingerichtet, ergänzt durch großzügige gemeinschaftlich nutzbare Flächen. Acht barrierefreie Wohnungen unterschiedlicher Größe sind im zweiten Obergeschoss vorgesehen. Alle Wohnungen unterscheiden sich durch eine vertraglich gesicherte, bedarfsgerechte engmaschige ambulante Betreuung von der bisherigen Wohnform.

Darüber hinaus stellte der Kreisverband die geplante Gestaltung der Außenanlagen vor. Vorgesehen ist ein Generationspark, der mit Bewegungsangeboten für Erwachsene und Senioren, Spielbereichen für Kleinkinder sowie überdachten Aufenthaltsmöglichkeiten Raum für Begegnungen schaffen und zugleich den Ortskern beleben soll.

Die Bürgerinnen und Bürger von Eilsleben haben es selbst in der Hand, die Attraktivität ihres Ortes aktiv mitzugestalten. Vor diesem Hintergrund wurde nun ein Spendenaufruf für den Generationenpark gestartet. Ziel ist es, durch zusätzliche finanzielle Mittel sowohl die Anzahl als auch die Vielfalt der Spiel- und Freizeitgeräte zu erweitern und den Park noch ansprechender für alle Altersgruppen zu machen. Ein erstes Zeichen der Unterstützung setzte die Bürgerstiftung, vertreten durch Helmuth Raebsch, mit einer Spende in Höhe von 2.000 Euro. Weitere Informationen sind auf der Website des Kreisverbands unter www.drk.wanzleben.de zu finden. Die Aktion läuft noch bis zum 24. Juni 2026.

Neben zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern nahmen auch Landrat Martin Stichnoth, Repräsentanten der Gemeinde und Verbandsgemeinde Eilsleben sowie Nachbarverbandsgemeinde, Vertreter der ehrenamtlichen DRK-Ortsvereine, der DRK-Vorstand, das LEADER-Management von der Lokalen Aktionsgruppe Flechtinger Höhenzug, andere DRK Kreisverbände und der Sparkasse teil.

Für ein lebendiges Rahmenprogramm sorgten die Kinder der Kita „Arche Noah“, die mit kleinen Beiträgen zur gelungenen Atmosphäre der Veranstaltung beitrugen.

Das Projekt Ambulanten Quartierhauses sowie die Errichtung des Generationenparks wird durch Fördermittel aus dem europäischen LEADER-Programm sowie durch Mittel des Deutsches Hilfswerks unterstützt.

Carolin Sauer
Abteilungsleiterin Soziales